Shark Savers – Applaus für Haischutz-Doku bei Weltpremiere

Die Doku „A Golden State for Sharks?“ behandelt die gezielte Jagd auf Haie vor der Westküste Australiens. Jetzt ist der Film zum ersten Mal auf der großen Leinwand gezeigt worden. Das Premieren-Publikum dankte mit Applaus.

Premiere von „A Golden State for Sharks?“: Die Meeresschutzorganisation „Shark Savers Germany“ hat einen Dokumentarfilm über die systematische Jagd auf Haie vor der Westküste Australiens produziert. Am Samstag ist der fast halbstündige Film, der den „Western Australian Shark Cull“ thematisiert, beim Tauchertag des Deutschen Unterwasser Clubs Wattenscheid (DUC) vor rund 150 Gästen zum ersten Mal auf der großen Leinwand gezeigt worden. Das Publikum würdigte die Arbeit der Filmemacher mit lautem Applaus.

Der Hintergrund des Films: Im vergangenen Jahr hatte die australische Regierung zeitweise die Jagd auf Haie erlaubt, nachdem es an der Küste mehrere tödliche Unfälle mit Schwimmern gegeben hatte. Weltweit hatten Menschen gegen die organisierte Tötung der Meerestiere protestiert.

Das Team:

Das Team (v.l.): Andreas Hilbich, Johanna S. Zimmerhackel und Lena David.

Drei Monate mit der Kamera in Westaustralien unterwegs
Die Hamburger Meeresbiologin Johanna S. Zimmerhackel, Vorstandsmitglied von Shark Savers Germany, war 2014 drei Monate lang mit der Kamera in Westaustralien unterwegs, um die Hai-Jagd zu dokumentieren. „Den Film zu machen, war eine fixe Idee“, sagt Zimmerhackel. „Es gab ja nicht einmal ein Budget dafür.“

Wie effektiv und nötig sind Hai-Tötungsprogramme? Wie groß ist das Risiko wirklich, von einem Hai angegriffen zu werden? Und: Gibt es Wege für Mensch und Hai, friedlich zusammenzuleben? Auf diese Fragen wollte Zimmerhackel Antworten finden. In dem Film zeigt sie Interviews mit Experten und Bilder von Protesten gegen das „Culling“, sie untersucht Zahlen von Hai-Unfällen, thematisiert die umstrittene Praxis des „Finnings“, zeigt die Gefahren, die der Eingriff des Menschen in die Natur nach sich zieht, und skizziert Alternativen zur Jagd.

„Dieser Film muss in die Welt“
Das Material, das die junge Filmemacherin anschließend zurück nach Deutschland brachte, gab sie in die Hände von Lena David und Andreas Hilbich, die gemeinsam in Köln die Film-Agentur „Vier Zwo Zwo Media“ betreiben. Unzählige Stunden brachte das Team damit zu, die Dokumentation zu schneiden – ehrenamtlich. Es hat sich gelohnt: Gäste im Publikum forderten nach der Premiere, die Doku als Lehrfilm in den Schulen einzusetzen. „Dieser Film muss in die Welt“, sagte auch DUC-Chef Thomas Jechow.

Und der Film ist bereits in der Welt. Die Macher haben ihn ins Netz gestellt – und hoffen nun auf größtmögliche Verbreitung. „Ihn müssen viel mehr Menschen sehen. Ihr könnt dabei helfen und fleißig teilen oder auch bei uns direkt eine ‚Live-Vorstellung‘ anfragen“, heißt es dazu auf der Facebook-Seite von Shark Savers Germany. (tap)

- Anzeige -


Verwandte Artikel

Edelweiss fliegt ab Juli wieder wöchentlich ab Zürich in die Dominikanische Republik

Im Zuge der Wiederöffnung der Tourismusbetriebe ab dem 1. Juli 2020 für ausländische Besucher in der Dominikanischen Republik kommt auch der Flugverkehr in die beliebte Karibikdestination wieder ins Rollen. Für den Flughafen Punta Cana (PUJ) sind bisher 11 internationale Flüge wöchentlich geplant. Mit von der Partie ist Edelweiss mit einem Flug aus Zürich, der immer samstags startet.

Start des Kinofilms über Jacques Cousteau

Grosser Kinofilm über Jacques Cousteau kommt in die Kinos.

Berührende Unterwasserbegegnung in Westaustralien

Am Ningaloo Reef nähert sich ein Riesenmanta mit drei Metern Spannweite Tauchern, dreht sich auf den Rücken und hält dann völlig still, um ihnen zu zeigen, das sie ein Problem hat.

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar
Keine Kommentare Schreibe einen Kommentar zu diesem Beitrag comment this post!

Kommentar schreiben

<

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.