So stellen Anfänger ihre eigene Tauchausrüstung zusammen

So stellen Anfänger ihre eigene Tauchausrüstung zusammen

Leihen oder Kaufen? Anfänger, die mit der Anschaffung einer Tauchausrüstung liebäugeln, stehen vor vielen Fragen. Equipment ist teuer. Aber auch das Mieten geht ins Geld. Was man wirklich besitzen sollte.

Einsteiger, die gerade ihren Tauchschein gemacht haben, wollen oft ihre eigene Tauchausrüstung besitzen. Denn auch das häufige Ausleihen von Ausrüstung belastet den Geldbeutel. Wer den Sport also regelmäßig ausüben möchte, kommt um den Kauf eigener Ausrüstung nicht herum. Das Problem: Tauchausrüstung kostet Geld. Und wenn nicht das nötige Kleingeld für den Kauf einer kompletten Tauchausrüstung auf dem Konto ist, muss der Tauchanfänger notgedrungen entscheiden, was sofort gekauft werden soll – und auf welche Anschaffungen er noch etwas warten kann.

Die ABC-Ausrüstung
Jeder Taucher sollte eine eigene ABC-Ausrüstung besitzen. Sie besteht aus Tauchmaske, Flossen und Schnorchel. Wer seine eigene ABC-Ausrüstung besitzt, weiß, dass die Maske die ideale Passform für das eigene Gesicht hat, dass die Flossen nicht drücken und der Schnorchel nicht eben erst im Mund eines anderen Tauchers gesteckt hat. Außerdem bietet eine eigene ABC-Ausrüstung mehr Unabhängigkeit: Zwischen den Tauchgängen kann sie zum Schnorcheln genutzt werden. Das macht besonders im Urlaub Sinn.

Der Atemregler
Die nächste Anschaffung könnte der eigene Atemregler sein. Und mit „Atemregler“ ist hier die Kombination aus erster und zweiter Stufe sowie Finimeter gemeint. An diesen Geräten hängt – zugespitzt formuliert – das Leben des Tauchers. Wer aus seinem eigenen Regler atmet, hat mit Sicherheit dafür gesorgt, dass er regelmäßig gewartet wurde. Und falls nicht nur Urlaubstauchgänge, sondern auch Tauchgänge in kalten Gewässern geplant sind, sollte gleich über den Kauf zweier Atemregler nachgedacht werden.

Der Tauchcomputer
Eine ebenfalls sinnvolle Anschaffung ist ein eigener Tauchcomputer. Nicht alle Dive-Shops haben Computer im Verleih – und wenn, dann lassen sie sich das Leihgerät oft teuer bezahlen. Außerdem speichert der Computer alle Daten der mit ihm durchgeführten Tauchgänge. Dadurch wird das Gerät eine Art „digitales Gedächtnis“ der persönlichen Taucher-Karriere.

Der Tauchanzug
Wer einen eigenen Anzug besitzt, muss nicht ständig Leihausrüstung anprobieren, um zu schauen, ob sie passt. Außerdem macht der Kauf eines eigenen Anzugs aus hygienischen Gründen durchaus Sinn. Vor der Anschaffung sollte sich der Taucher fragen, in welchen Gewässern er hauptsächlich abtauchen möchte. Faustregel: Je kälter das Wasser, desto dicker der Anzug. Auch die Anschaffung eines Trockentauchanzugs ist eine Überlegung wert, wenn die Tauchsaison aufs ganze Jahr verlängert werden soll. Bei der Budgetplanung nicht vergessen, dass es mit dem Anzugkauf allein meist nicht getan ist: Hinzu kommen in der Regel noch Kopfhaube, Handschuhe und Füßlinge.

Die Tarierweste
Es spricht kaum etwas dagegen, sich die Tarierweste anfangs auszuleihen – obwohl sie ein wichtiger Ausrüstungsgegenstand ist. Im Wasser sorgt sie für Auftrieb, die Tauchflasche wird daran befestigt – und sie bestimmt mit über die Wasserlage des Tauchers. Andererseits ist die Ausleihe eines „Jackets“ meist unkompliziert. Die Größen sind in der Regel einfach zu durchschauen: S, M, L oder XL stehen zur Auswahl. Insofern ist keine langwierige Anprobe nötig. Ein Griff ins Regal, kurz überziehen und der Taucher ist versorgt.

Die Tauchlampe
Wer nur bei guter Sicht in tropischen Gewässern taucht, braucht keine Lampe. Obwohl die Lichtquelle hilfreich sein kann, wenn man erkunden möchte, ob es unter einem Überhang oder in einer Felsspalte etwas zu entdecken gibt. Außerdem zaubert der Strahl einer Tauchlampe in der Tiefe längst verblasste Farben wieder hervor. Beim Tauchen in heimischen Seen kann eine Lampe schon tagsüber unerlässlich sein – denn ab einer gewissen Tiefe ist es im See schlicht und ergreifend stockfinster. Abends und während der Dämmerung macht eine Lampe viele Tauchgänge erst möglich. Und wenn man bedenkt, dass im Winter schon ein 17-Uhr-Feierabend-Tauchgang ein Nachttauchgang sein kann, kann die Lampe wesentlich dazu beitragen, die Tauchsaison zu verlängern.

Das Blei
Blei und Bleigurt können problemlos ausgeliehen werden. Niemand nimmt Blei mit in den Urlaub und an allen Tauchbasen im In- und Ausland ist es vorrätig. Letztlich ist es aber eine Rechenfrage: Wer viel taucht und jedes Mal kiloweise Blei im Shop ausleiht, zahlt auch jedes Mal dafür Geld. Auf Dauer wird es also günstiger sein, eigenes Blei zu kaufen. Ob man sich dabei nun für Bleistücke oder Softblei entscheidet, hängt in erster Linie von den persönlichen Vorlieben ab.

Die Tauchflasche
Die Tauchflasche allein – egal wie groß und aus welchem Material – bringt dem Taucher nichts, wenn sie nicht mit Luft gefüllt ist. Und da sich kaum jemand einen eigenen Kompressor in die Garage stellt, wird er zum Befüllen der Flasche regelmäßig in der Tauchbasis vorstellig. Da kann man auch gleich eine Leihflasche mitnehmen. Andererseits ist es wieder eine Rechenfrage, ob sich der Flaschenkauf lohnt: Hier müssen die Verleihkosten mit dem Anschaffungspreis verglichen werden. Bei Vieltauchern macht sich die einmalige Investition bald bezahlt – trotz Kosten für Wartung und Füllungen.

Sonstiges Zubehör
Tauchmesser, Signalbojen, Unterwasserschreibtafeln, Buddy-Watcher, Sicherungsleinen, Spring-Straps für die Flossen… Die Liste an möglichem Zubehör ist lang. Mit zunehmender Erfahrung wird der Tauchanfänger erkennen, was er benötigt. Eine Tauch-Ausrüstung ist eigentlich nie wirklich komplett. (tap)

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