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Die EU gibt 21 Millionen Euro für die Erforschung des Atlantik

Die EU gibt 21 Millionen Euro für die Erforschung des Atlantik

Der Einfluss des Atlantischen Ozeans auf angrenzende Länder ist gewaltig. Die Europäische Union investiert nun 21 Millionen Euro in seine Erforschung. Martin Visbeck vom Forschungszentrum Geomar koordiniert das Programm AtlantOS.

Er sorgt für mildes Klima in Europa, ist Quelle von Nahrung, bringt aber auch zerstörerische Wirbelstürme hervor: Der Einfluss des Atlantischen Ozeans auf seine angrenzenden Länder ist gewaltig. Die Europäische Union will den Atlantik nun besser verstehen und investiert in seine Erforschung in den kommenden vier Jahren 21 Millionen Euro.

Teil des EU-Programms „Horizon2020“
Am Projekt AtlantOS, das Teil des EU-Programms „Horizon2020“ ist, beteiligen sich 62 Partner aus 16 Ländern. Koordinator des Gesamtprojekts ist der Ozeanograph Prof. Dr. Martin Visbeck, der für das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel arbeitet.

Visbeck vertraut auf Satelliten und Floats
Schon jetzt erforschen Europa, die USA, Kanada und weitere Anrainer-Staaten den Atlantik. Im Rahmen des Global Ocean Observing Systems (GOOS) werden Messungen mit Satelliten, frei im Meer treibenden Bojen (Floats), fest installierten Observatorien sowie schiffsgestützte Messungen global koordiniert.

„Viele Messungen erfolgen aber noch in zeitlich befristeten und räumlich begrenzten Projekten“, erklärt Professor Visbeck, „die Daten sind dann nicht unbedingt mit anderen Messungen kompatibel oder im schlimmsten Fall nicht frei zugänglich.“

Weniger Messdaten aus den Atlantiktiefen
Es gibt noch ein weiteres Problem: Aus den tieferen Bereichen des Atlantiks existieren nur wenige Messdaten. „Dabei haben Studien in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass sogar Prozesse in der Tiefsee Einfluss auf das Wettergeschehen in Afrika, Europa oder Amerika haben können“, betont Professor Visbeck. Deshalb wollen die AtlantOS-Projektpartner für einen besseren Vergleich und Austausch bei Beobachtungsdaten sorgen, indem sie gemeinsame Mindeststandards definieren. (red)

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