„Natura 2000“ – Taucher-Projekte im Finale bei EU-Umweltschutz-Preis
Außergewöhnliche Umweltschutzprojekte werden von der EU mit dem „Natura 2000 Award“ ausgezeichnet. Jetzt stehen die 2015er-Finalisten fest. Wer den Preis bekommt, wird bei einer Internet-Abstimmung entschieden.
Der „Natura 2000 Award“ ist im vergangenen Jahr erstmalig von der Europäischen Union vergeben worden. Jetzt stehen die Finalisten der 2015er-Runde fest. Ein Expertenteam hatte zuvor die 90 eingegangenen Bewerbungen gesichtet – und daraus 23 Projekte ausgewählt, die jetzt im Finale Chancen auf den Erhalt des Preises haben. Wer den „Natura 2000 Award“ letztlich bekommt, haben auch die Internetnutzer in der Hand. Bis zum 6. Mai kann online abgestimmt werden.
Unter den Projekten, die für die Finalrunde qualifiziert sind, gibt es einige mit einem direkten Bezug zu den Themen Tauchen, Gewässer- und Meeresschutz. Ein Überblick.
Deutschland – Naturschutztauchen
Freizeittaucher im Nordosten von Deutschland setzen sich ein für den Umweltschutz – und sichern sich damit ihren Finaleinzug in der Kategorie „Reconciling Interests / Perceptions“. Bei ihren Tauchgängen in den Seen in der Region, etwa dem Stechlinsee, kartieren die zuvor speziell geschulten Taucher die Unterwasserpflanzen, die sie sehen. Die Daten, die sie so sammeln, geben sie an die Experten des Naturschutzbunds „Nabu“, die dadurch Aufschluss gewinnen über den Bestand seltener und bedrohter Unterwassergewächse.
Zypern – Schutz der Schildkröten
Unter den Finalisten in der Kategorie „Conservation“ findet sich das „Cyprus Turtle Conservation Project“, das den Schutz von Schildkröten in Westzypern zum Ziel hat. Die Mitglieder der „Cyprus Wildlife Society“ kümmern sich darum, dass die Tiere nicht von menschlichen Einflüssen gestört werden. Trotz eines kleinen Budgets kann das Projekt laut EU schon Erfolge vorweisen: In wenigen Jahren hat sich die Zahl der Schildkrötennester in der betreuten Region vervielfacht.
Dänemark – „Blue Reef Project“
Nominiert in der Kategorie „Conservation“ ist das „Blue Reef Project“, das sich dem Schutz der Riffe in der Kattegat-Meerenge gewidmet hat. Besonders im Flachwasser sind in der Vergangenheit artenreiche Riffe durch den Bau von Häfen oder Wellenbrechern beschädigt worden, die das „Blue Reef Project“ wieder instand setzt. (tap)
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