Hingucker – Wie eine Infotafel für den Schutz der Ostsee sorgen soll

Hingucker – Wie eine Infotafel für den Schutz der Ostsee sorgen soll

Auf den ersten Blick ist es nur ein Schild, das auf einen Tauchplatz hinweist. Nach Ansicht von Meeresbiologin Anke Hofmeister ist der Aufsteller aber viel mehr als nur eine Hinweistafel.

Informationen: So sieht sie aus, die Tafel am Tauchplatz Steinwall.

An der Strandpromenade von Neustadt in Schleswig Holstein wurde auf Höhe der Badeanstalt ein Schild angebracht, das den Strandbesuchern die faszinierende, vielfältige und schützenswerte Unterwasserwelt der Ostsee näher bringen soll. Neben einer Karte des Tauchplatzes „Steinwall“ stellt es die wichtigsten der dort anzutreffenden Meeresbewohner in ihrem jeweiligen Lebensraum vor. Produziert wurde die Strandtafel im Rahmen des marinen Umweltbildungsprojekts UNDINE („UNderwater DIscovery and Nature Exerience“). Ziel dieses von der EU geförderten deutsch-dänischen Projekts ist es, das Interesse und die Begeisterung der Menschen für die heimische Unterwasserwelt Ostsee zu wecken.

Die vor Jahren als Erosionsschutz angelegten Felsblöcke im Flachwasser vor dem BUND-Umwelthaus Neustädter Bucht sind mittlerweile über und über mit Miesmuscheln und Tangen bewachsen und bieten auch Seesternen, Strandkrabben und Klippenbarschen einen Lebensraum. Auch die umliegenden Seegraswiesen beherbergen eine grosse Vielfalt an Tieren und Pflanzen, die den meisten Menschen bisher verborgen geblieben ist.

Neugier für die Unterwasserwelt wecken
„Wir hoffen, dass das neue Strandschild die Neugier für die Unterwasserwelt der heimischen Ostsee weckt und Besucher dazu lockt, selbst einen Blick unter die Wasseroberfläche zu werfen“, so Anke Hofmeister, Meeresbiologin im Projekt UNDINE. „Vor Neustadts Strand befinden sich beste Bedingungen für Naturbeobachtungen in der Ostsee“. (HM)

Kontakt: Anke Hofmeister, BUND-Umwelthaus Neustädter Bucht, Tel. +49 (0)4561 – 50565, anke.hofmeister@bund-sh.de, www.undine-baltic.eu, www.bund-sh.de, www.bund-umwelthaus.de

- Anzeige -


Verwandte Artikel

100.000 Stimmen gegen den Handel mit Haiflossen

Stop Finning ist eine Europäische Bürgerinitiative und ein Netzwerk engagierter Bürgerinnen und Bürger der EU mit dem Ziel die notwendige Anzahl Stimmen zu sammeln, um ein allgemeines Verbot des Handels mit Haiflossen in Europa zu erwirken.

Wissenschaft – Warum Korallen nicht einfach umgesiedelt werden können

Zu hohe Wassertemperaturen sind eine Gefahr für Korallen. Eine denkbare Lösung: Wenn das Wasser zu warm wird, packt man die Korallen einfach ein – und setzt sie in kühleren Gewässern wieder aus. Keine gute Idee, sagen Forscher.

Bürgerinitiative zum Verbot des Handels mit Haiflossen in Europa gestartet

Sea Shepherd und andere Nichtregierungsorganisationen haben sich mit Bürgern aus ganz Europa zusammengeschlossen, um das Ende des Handels mit Haiflossen in der Europäischen Union (EU) zu fordern

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar
Keine Kommentare Schreibe einen Kommentar zu diesem Beitrag comment this post!

Kommentar schreiben

<

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.