Taucher in Italien züchten Basilikum in Plantagen auf dem Meeresboden
Der Taucher Sergio Gamberini züchtet Basilikum unter Wasser. Vor der Küste des italienischen Ortes Noli wachsen die Pflanzen in speziellen Gewächshäusern. Diese Anbau-Methode hat große Vorteile, die es an Land nicht gibt.
„Nemos Garten“ heißen die Unterwasserplantagen vor der Küste des ligurischen Orts Noli in Italien. In acht Metern Tiefe wächst dort Basilikum. Als Gewächshäuser dienen mehrere große Plastikglocken, die am Meeresboden verankert sind. Sie liegen 100 Meter vor der Küste. Der Vorteil der Anbau-Methode ist, dass es unter Wasser keine Schädlinge gibt und die Temperaturen sehr stabil sind.
Ein Taucher hatte die Idee
Die Idee zu dem Projekt hatte der Taucher Sergio Gamberini. Er ist der Geschäftsführer eines Unternehmens, das sich auf Unterwasserkommunikation spezialisiert hat. In der sonnigen Region schaffen es 60 Prozent des Oberflächenlichts bis zu den Unterwasserplantagen. Das reicht aus, damit das Basilikum mit Photosynthese Sauerstoff produzieren kann. Süßwasser bekommen die Pflanzen in „Nemos Garten“ durch Verdunstung, die für 80 bis 90 Prozent Feuchtigkeit sorgt. Die Kulturen gedeihen so bereits in der vierten Saison. Angebaut wird das Unterwasser-Basilikum aber nur von Juni bis September. Außerhalb dieser Monate besitzt der Taucher Sergio Gamberini noch keine Genehmigung.
Weiteres Projekt auf der Expo 2015
An den Gewächshäusern sind Plattformen angebracht, damit die Taucher unter Wasser arbeiten können. Sie unternehmen tägliche Tauchgänge zu den Basilikum-Kulturen. Sergio Gamberini ist aber nicht der einzige, der sich mit dieser Anbau-Methode beschäftigt. Auch auf der Expo 2015 in Mailand wird ein Projekt vorgestellt, bei dem Basilikum unter Wasser angebaut wird. (red)
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