Wissenschaftler untersuchen giftiges Mikroplastik am Meeresboden

Wissenschaftler untersuchen giftiges Mikroplastik am Meeresboden

Wie schädlich ist Mikroplastik für Menschen und Meerestiere? Dieser Frage gehen aktuell Forscher der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) nach. Sie untersuchen, wie sich Giftstoffe an Mikroplastikteilchen auf ihrem Weg durch Meere und Flüsse binden.

Die winzigen Partikel, die mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen sind, entstehen durch achtlos weggeworfenen Plastikmüll. Wind, Wellen und Sonneneinstrahlung zerkleinern das Plastik, das sich als Sediment am Gewässerboden absetzt. So gelangt das Mikroplastik in den Nahrungskreislauf. Bodenbewohner wie Würmer, Muscheln und Krabben fressen es.

Forschungsreise mit dem Segelschiff
Das Team der HAW will nun auf einer Forschungsreise mit dem Segelschiff Aldebaran herausfinden, ob sich in großen Flüssen und an der Küste von Nord- und Ostsee im Sediment Giftstoffe an das Mikroplastik angelagert haben. Dazu verwenden die Forscher um Prof. Dr. Gesine Witt einen speziell entwickelten Schadstoffsammler. Dabei handelt es sich um trinkbechergroßes Kupfergefäß mit mikroskopisch kleine Silikonfasern.

Analyse im Labor
Drei Monate später wollen die Forscher die Schadstoffsammler wieder aus dem Schlick ziehen. Im Labor untersucht das Team dann die aufgenommen Schadstoffe. Das Team der HAW begleiten Forscher der Universität Bayreuth, der Ludwig-Maximilian-Universität München und des Deutschen Geoforschungszentrums Potsdam. Sie untersuchen mit Hilfe von Satellitenaufnahmen, ob sich Mikroplastik im Wasser mit hochsensiblen Spektralkameras verfolgen lassen. (red)

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