Vorraussetzung zum Tauchen – die Untersuchung der Tauglichkeit

Vorraussetzung zum Tauchen – die Untersuchung der Tauglichkeit

Bevor du deinen Tauchschein in Angriff nimmst, liegt zuerst die Tauchtauglichkeitsuntersuchung (TTU) vor dir. Denn: Tauchen kann längst nicht jeder. Du musst gewisse körperliche und psychische Voraussetzungen mitbringen. Wir erklären dir, worauf es beim Tauchen ankommt und welcher Tauchmediziner der richtige ist.

Wenn du zum ersten Mal tauchen möchtest, wirst du vorher einen Arzt aufsuchen. In seiner Praxis unterziehst du dich einer sogenannten Tauchtauglichkeitsuntersuchung (TTU). Dabei prüft der Arzt, ob du körperlich und geistig überhaupt für den Tauchsport geeignet bist.

Welcher Arzt ist der richtige?
Ganz allgemein gilt, dass jeder Arzt ein Attest für den Tauchsport ausstellen darf. Das liegt daran, dass es in Deutschland, der Schweiz und Österreich keine Facharztanerkennung für Tauch- und Überdruckmedizin gibt. Richtlinien für die Zusatzbezeichnung Tauchmediziner stellt beispielsweise die Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM) auf. Die Gesellschaft berichtet auch von negativen Erfahrungen mit nicht fachkundigen Ärzten. Sie empfiehlt daher, grundsätzlich einen Mediziner aufzusuchen, der von ihr als Experte fürs Tauchen ausgewiesen ist. In der Schweiz übernimmt diese Aufgabe die Schweizerische Gesellschaft für Unterwasser- und Hyperbarmedizin (SUHMS). In Österreich ist die Österreichische Gesellschaft für Tauch- und Hyperbarmedizin (ÖGTH) zuständig.

Was kostet das Attest?
Die Preise für die Tauglichkeitsuntersuchung schwanken. Oft bewegst du dich im Bereich von 50 bis 100 Euro. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel nicht die Kosten. Es gibt aber Fälle, in denen der Mediziner die Überprüfung der Tauchtauglichkeit als Vorsorgeuntersuchung deklariert hat. Hier soll dann auch eine Kostenübernahme möglich sein.

Was untersucht der Tauchmediziner?
Nach den Richtlinien der Gesellschaften für Tauchmedizin wie der GTÜM gehören bestimmte Mindeststandards zur Untersuchung. Was der Tauchmediziner untersucht, erarbeitet die GTÜM in Zusammenarbeit mit Tauchsportverbänden und internationalen tauchmedizinischen Gesellschaften. Sie orientieren sich im Wesentlichen an den Anforderungen, die auch ein Berufstaucher erfüllen muss. Der Arzt überprüft dabei deine Kranken- und Tauchgeschichte, führt einen Ganzkörpertest durch, macht eine Ohrenspiegeluntersuchung samt Druckausgleichstest, ein Ruhe-EKG, eine Lungenfunktionsprüfung und misst deinen Blutdruck sowie die Sauerstoffsättigung. Stellt der Arzt Auffälligkeiten fest, dann musst du dich unter Umständen weiteren Untersuchungen unterziehen.

Wann darfst du Tauchen?
Wenn du die Untersuchung hinter dich gebracht hast, bekommst du bescheinigt, ob du für den Tauchsport geeignet bist. Die Tauchtauglichkeit sollte idealerweise uneingeschränkt sein. Aber keine Sorge, wenn die Ergebnisse nicht perfekt sind, dann ist noch nicht alles vorbei. Die Tauglichkeit kann nämlich auch eingeschränkt sein. Das gilt beispielsweise für Brillenträger, die dann eine Tauchermaske mit Sehstärke benötigen. Im schlimmsten Fall sagt dir der Mediziner aber, dass du fürs Tauchen nicht geeignet bist.

Wie oft musst du die Untersuchung wiederholen?
Die Untersuchung musst du in regelmäßigen Abständen wiederholen. Der Rhythmus richtet sich nach deinem Alter. Die GTÜM empfiehlt folgende Intervalle: Zwischen 18 bis 39 Jahren steht die Untersuchung spätestens alle drei Jahre an. Wenn du unter 18 Jahre alt bist, dann sollst du sie jährlich wiederholen. Das gilt auch für Taucher, die 40 Jahre oder älter sind. (David Huth)

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