35 Beschwerden pro Tag gegen Air Berlin
Statistik von EUclaim: Immer mehr Schadensersatzforderungen gegen Airlines
Im ersten Halbjahr 2016 hat der Fluggasthelfer EUclaim allein 6.444 Anfragen von Fluggästen erhalten, die Entschädigungen gegenüber der Fluggesellschaft Air Berlin geltend machen wollen. „Im Durchschnitt nehmen wir jeden Tag rund 35 Anfragen von Passagieren entgegen, die Probleme mit der zweitgrössten Fluggesellschaft Deutschlands hatten“, berichtet Fabienne Niemöller, Rechtsexpertin bei EUclaim. Im Vergleichszeitraum des letzten Jahres fragten 4.187 Passagiere von Air Berlin – also rund ein Drittel weniger – den Service von EUclaim nach.
Obwohl die Lufthansa bei Verspätungen und Flugausfällen im ersten Halbjahr 2016 die Spitzenposition der deutschen Luftfahrtunternehmen einnimmt, sind die Beschwerden gegenüber der Gesellschaft laut Zahlen von EUclaim von 4.277 im letzten Jahr auf 3.277 im ersten Halbjahr 2016 gesunken. „Ein Großteil der 3.212 Flugausfälle und 359 Verspätungen der Gesellschaft ist auf die Sperrung des Brüsseler Flughafens aufgrund der Anschläge im März, Streiks sowie Unwetter im Frühsommer zurückzuführen“, so Niemöller.
Laut EU-Verordnung 261 stehen Passagieren 250 bis 600 Euro Entschädigung zu, wenn sich der Flug über drei Stunden verspätet oder annulliert wird. Bedingung: Die Fluggesellschaft muss verantwortlich für die Verzögerung sein. Bei sogenannten „aussergewöhnlichen Umständen“, etwa Streiks oder widrigen Wetterbedingungen, sind die Gesellschaften nicht verpflichtet, Schadensersatz zu zahlen.
Über EUclaim
Seit seiner Gründung 2007 in den Niederlanden setzt sich EUclaim für Fluggastrechte ein. Der juristische Dienstleister spezialisierte sich als erster in Europa auf Schadensersatzzahlungen nach Verspätungen oder Annullierungen von Privat- und Geschäftsflügen. Die EUclaim-Experten konnten seither bei einer Erfolgsquote von 97 Prozent in über 113.000 Fällen mehr als 56 Mio. Euro an Passagiere auszahlen lassen.
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