CITES entscheidet eindeutig für besseren Schutz von Haien und Rochen

CITES entscheidet eindeutig für besseren Schutz von Haien und Rochen

Johannesburg, 3. Oktober 2016Bei der Artenschutzkonferenz (CITES) in Johannesburg wurde heute für einen besseren Schutz von Seidenhai, Fuchshaien und Teufelsrochen gestimmt. Sie werden zukünftig in CITES-Anhang II aufgenommen. Auf Anhang II sind Arten gelistet, die bald vom Aussterben bedroht sein könnten. Der Handel mit diesen Arten ist nur erlaubt, wenn das Überleben der Art nicht gefährdet ist.

„Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einem besseren Schutz für Haie und Rochen“, so Dr. Elsayed Ahmed Mohamed, IFAW Regionaldirektor Mittlerer Osten und Nordafrika. „Die Produkte dieser Hai- und Rochenarten werden teuer auf dem Markt gehandelt. Sie werden oft Opfer illegaler Befischung. Zudem gibt es wenige Mechanismen zur Überwachung und Kontrolle ihrer Populationen. Es mangelt an verlässlichen Handels- und Populationsstatistiken, dadurch ist es sehr schwer, die Arten zu schützen. Die heutige Entscheidung trägt dazu bei, dass sich dies bald ändert.“

Jedes Jahr werden etwa 100 Millionen Haie gefangen. Untersuchungen zufolge haben einige Haiarten in den letzten zehn Jahren einen extremen Populationsrückgang von 80 Prozent erlitten. Die Nachfrage nach Haiflossen, Fleisch und Kiemenblättchen dieser Arten und der mit ihnen generierte Umsatz sind zuletzt extrem in die Höhe gegangen. Die Bestände werden stark überfischt und werden als Beifang oft nicht mal gemeldet.

Seidenhai, Fuchshaie und Teufelsrochen sind aufgrund der Überfischung besonders gefährdet, da sie langsam wachsen, spät geschlechtsreif werden und eine niedrige Fortpflanzungsrate haben. Alle Arten werden international gehandelt, verzeichnen starke Verluste bei den wilden Populationen, haben nur sehr wenige Verbreitungsgebiete und leiden unter der Zerstörung ihrer Lebensräume, mangelnder Populationskontrolle und einer hohen Nachfrage auf den weltweiten Märkten nach lebenden Exemplaren oder ihren Körperteilen.

Die Anträge waren von den Malediven (Seidenhai), Sri Lanka (Fuchshaie) und Fidschi (Teufelsrochen) gestellt worden.

Der Antrag für den Seidenhai wurde mit 111 Ja-Stimmen, 30 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen angenommen.

Der Antrag für Fuchshaie wurde mit 108 Ja-Stimmen, 29 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen angenommen.

Der Antrag für Teufelsrochen wurde mit 110 Ja-Stimmen, 20 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen angenommen.

Quelle: IFAWifaw

- Anzeige -


Verwandte Artikel

Blue Abyss – tiefster Pool der Welt zum Tauchen in England geplant

In England plant ein Projektteam den tiefsten Pool der Welt. „Blue Abyss“ soll mit einer Tiefe von 50 Metern den Pool „Y-40“ in Italien ablösen. Die Anlage soll vorrausichtlich 2016 als Tauch- und Forschungszentrum an den Start gehen.

15 Schnorchel im Test – Zeitschrift Öko-Test gibt 4x die Note „ungenügend“

Die Zeitschrift Öko-Test hat 15 Schnorchel-Sets für Kinder im Labor prüfen lassen. Die drei besten Produkte sind „gut“, vier Mal gab es die Note „ungenügend“. Auch die Ergebnisse der Hersteller aus der Tauchbranche überraschen.

Praktikant fürs Paradies gesucht

Die Coco Collection vergibt zusammen mit dem Olive Ridley Project, einer NGO, die sich für die Rettung, Rehabilitation und den Schutz von Meeresschildkröten auf den Malediven einsetzt, ein Praktikum auf der nachhaltigen Resort-Insel Coco Palm Dhuni Kolhu.

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar
Keine Kommentare Schreibe einen Kommentar zu diesem Beitrag comment this post!

Kommentar schreiben

<

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.