Ratgeber – Fünf Tipps für die Planung des nächsten Tauchurlaubs

Ratgeber – Fünf Tipps für die Planung des nächsten Tauchurlaubs

Ein Tauchurlaub erfordert intensive Planung. Das Ziel muss passen, die Papiere sind wichtig und bei der Ausrüstung darf nichts fehlen. Aquanaut.ch gibt fünf Tipps, mit denen die Tauchreise ein echtes Erlebnis wird.

Die Urlaubszeit ist in der Schweiz, Deutschland und Österreich angebrochen. Viele Hobbytaucher haben ihre Reise bereits gebucht. Andere checken vielleicht noch die Last-Minute-Angebote. Bevor es mit dem Neoprenanzug ins Wasser geht, steht jedoch die Organisation des Urlaubs auf dem Programm. Aquanaut.ch hat fünf Tipps, mit denen ihre Tauchreise ein echtes Erlebnis wird.

1. Wählen Sie Ihr Ziel mit Bedacht aus!

Wohin es geht, ist natürlich eine Frage des Budgets. Wer das Mittelmeer bevorzugt, sollte die Angebote auf Malta und der Nachbarinsel Gozo checken. Taucher, die dort waren, schwärmen von der Unterwasser-Landschaft mit zahlreichen Grotten. Mehr Fische bekommt man im Roten Meer zu sehen, und deshalb stehen die Hotspots in Ägypten weiterhin hoch im Kurs. Viele Taucher haben das Land allerdings aufgrund politischer Unruhen in der Vergangenheit gemieden. Wie es aktuell in Ägypten aussieht, erklärt das Auswärtige Amt bei seinen Reise- und Sicherheitshinweisen: Es rät in den Touristengebieten am Roten Meer zu genereller Vorsicht.

Soll es ein Trip an einen weit entlegenen Ort sein, verschieben Sie ihn besser in den Herbst oder ins nächste Jahr. Eine Tauchreise zum Great Barrier Reef oder zu den Galapagos-Inseln braucht möglicherweise etwas mehr Vorlauf wegen der aufwändigeren Planung.

2. Kümmern Sie sich rechtzeitig um die Papiere!

Maske, Flossen und Schnorchel sind im Gepäck. Ein gültiger Reisepass, die richtige Versicherungspolice und der Nachweis über die Tauchtauglichkeit müssen ebenfalls mit. Wenn Sie innerhalb der EU verreisen, können sie sich in der Regel mit dem Personalausweis bei den Behörden legimitieren. Geht’s weiter weg – beispielsweise nach Ägypten, auf die Malediven oder nach Mexiko – sind ein Reisepass und je nach Ziel ein Visum erforderlich. Einen Antrag für den Reisepass sollten Sie mit ausreichend zeitlichem Vorlauf vor der Reise stellen. Sonst könnte es eng werden. Wenn Sie einen Reisepass haben, sollten Sie rechtzeitig prüfen, ob er noch gültig ist.

Versichert sind viele Taucher in der Regel über eine spezielle Taucherversicherung, die sie bei Anbietern wie DAN oder Aquamed abgeschlossen haben. Reisen Familienmitglieder mit, brauchen die natürlich auch Schutz. Hier ist eine Auslands-Krankenversicherung von Nöten. Seine Tauglichkeit sollte der Taucher in jedem Fall nachweisen können. Sonst könnte ihm der Sprung ins Wasser verweigert werden. Ist die Bescheinigung abgelaufen, sollte vor der Reise der Hausarzt besucht werden. Ansonsten stünde ein Praxisbesuch im Ausland an. Der könnte – je nach Land – schon mal zur Odyssee werden.

3. Packen Sie vor dem Tauchurlaub mit System!

Geht’s mit dem Flieger auf Reise, muss der Tauchtrolley mit Ausrüstung vorher angemeldet und bezahlt werden. Wer sich 20 Kilogramm als Grenze gesetzt hat, muss eventuell tüfteln. Mit Neoprenanzug, Jacket, Flossen und Atemregler kommt schon einiges an Gewicht zusammen. Ein Tipp: Die Unterwasser-Kamera plus Zubehör und die Tauchlampe finden eventuell Platz im Handgepäck. So vermeidet man Zusatzkosten.

Mit der Anmeldung bei der Fluggesellschaft ist es aber noch nicht getan. Auch für den Transport im Shuttlebus von Flughafen zum Hotel ist oft eine Anmeldung erforderlich. Am besten informieren Sie sich deshalb vorher beim Reiseunternehmer. Wenn der Busfahrer die Tauchausrüstung nicht mitnehmen will, beginnt der Urlaub ansonsten mit einem vermeidbaren Ärgernis.

4. Übertreiben Sie es mit den Tauchgängen nicht!

Nehmen wir an, die Reise dauert zehn Tage. Das Motto lautet bei vielen: In diesem Zeitraum muss es so oft wie möglich unter Wasser gehen. Der Urlaub sollte aber nicht mit Tauchgängen überladen werden und dann in Stress ausarten. Wenn der Clubbesuch am Abend zuvor etwas länger gedauert hat, sollte auch mal eine Pause gemacht werden. Zudem ist Tauchen kein Hobby für Einzelgänger. Unter Wasser sollte es nur mit einem Buddy gehen. Das ist aus Sicherheitsgründen erforderlich. Und der Unterwasser-Trip zu zweit steigert auch den Erlebnisfaktor.

5. Halten Sie ihre Erlebnisse auf Fotos fest!

Unterwasserbilder sind die perfekten Andenken an einen Urlaub. Aber die Fotografie beim Tauchen erfordert Konzentration, Interesse und eine Investition. Eine Spezialausrüstung kostet. Und diese Investitionen sollten nur diejenigen machen, die schon an Land Freude am Fotografieren hatten. Auch technisches Know-how sollte vorhanden sein.

Haben sie Erfahrung sowie das nötige Geld gesammelt und zudem Lust auf Unterwasser-Fotografie, legen Sie los. Bilder von einem Fischschwarm vor einem Korallenriff und einem schwebenden Rochen sind ein echter Hingucker und machen sich bei entsprechender Qualität gut im heimischen Wohnzimmer. (ddh)

- Anzeige -


Verwandte Artikel

Meeresschutz – The Ocean Cleanup hat große Pläne für das Jahr 2016

Boyan Slat, der 20-Jährige Gründer von The Ocean Cleanup, kommt seinem Traum immer näher: Er will die Meere von Müll befreien. Dafür hat er Geld via Crowd-Funding gesammelt. Jetzt kommt die Sache in Bewegung. „Ein Meilenstein“ steht an.

Wird Boracay auf den Philippinen geschlossen?

Präsident Duterte nennt die für ihren weißen Strand und das kristallklare Wasser berühmte Insel ein „Drecksloch“. Hotels, Restaurants und andere Unternehmen hätten sechs Monate Zeit zum Aufräumen, dann werde er die winzige Insel schließen. Die Natur dort hat unter der unzureichenden Abwasserversorgung zu leiden

Expeditionstour – Unberührte Tauchplätze in Indonesien entdecken

Es ist ein Traum vieler Taucher: Divesites erkunden, die noch kein anderer Taucher zuvor gesehen hat. Im September startet eine Expeditionstour mit der MV Pindito in Indonesien – und dabei sollen reichlich unberührte Tauchplätze angesteuert werden.

Kommentar schreiben

<

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.